Glossar

Was heiŖt Maqi, Speziesismus, Veganismus ...?

Vorwort: Semantik und Macht im Umfeld von Antispeziesismus, Veganismus und Tierrechten

Abolitionismus

Abolitionismus ist ein lateinisches Lehnwort, das Abschaffung bedeutet. Geschichtlich wurde damit insbesondere die Forderung nach totaler Abschaffung (statt Reform) der Sklavenhaltung in Nordamerika bezeichnet. Analog dazu bezeichnet es heute die Forderung nach totaler Abschaffung der Tierausbeutung, statt deren Reform.

Abolitionismus ist damit die einzig zielf√ľhrende Strategie der Tierrechte und seine Auspr√§gungen sind die Forderung nach und Verbreitung von Antispeziesismus und Veganismus. Sein Gegenteil ist der ^Reformismus. [mp]

Aktionismus, blinder

Unter blindem Aktionismus versteht man das Vorgehen, jegliche Aktionsformen, die irgendwie mit dem betreffenden Gegenstand in Verbindungen zu stehen scheinen, zu bef√ľrworten und zu unterst√ľtzen, ohne sich vorher √ľber die Effektivit√§t, m√∂gliche Sch√§den oder auch nur das wirkliche Ziel dieser Aktionen informiert bzw. nachgedacht zu haben.

Im Bereich der Tierbewegung hat er seine Auspr√§gung darin, da√ü von manchen Aktivisten jegliche Organisationen, die f√ľr die Tiere zu sein vorgeben, unterst√ľtzt oder f√ľr unterst√ľtzungsw√ľrdig gehalten werden, ohne zu beachten, da√ü es sich oft um kontraproduktive ^Tierschutzorganisationen handelt. √Ąhnliches gilt f√ľr die Unterst√ľtzung jeglicher Petitionen und Demonstrationen, die oft mehr schaden als n√ľtzen. [mp]

Analogie

√Ąhnlichkeit, Entsprechung, sinngem√§√üe Anwen¬≠dung, √úbertragung. Von ^Spe¬≠ziesisten gern f√§lschlich mit Gleichsetzung gleich¬≠gesetzt, so als ob die Aussage "die Geburt bei S√§u¬≠getieren entspricht dem Schl√ľpfen bei V√∂geln" be¬≠deuten w√ľrde, "V√∂gel sind S√§ugetiere".

anthropozentrisch

Auf dem ^Anthropozentrismus beruhend oder zu ihm gehörig. Gegensatz von ^zoozentrisch.

Anthropozentrische Gr√ľnde f√ľr den Veganismus beruhen auf Aspekten wie Gesundheit, Umwelt und Welthunger aufgrund ihrer negativen Folgen f√ľr die Menschen und f√ľhren zu Formen des ^Pseudoveganismus, da ^Realveganismus grunds√§tzlich tierrechtsethisch motiviert ist (und Veganismus nicht mit ^Vegankost zu verwechseln ist). [mp]

Anthropozentrismus

Form der Ethik, bei der der Mensch den (alleinigen) Mittelpunkt der ethischen Ber√ľcksichtigung bildet. Andere Tiere sind grunds√§tzlich ausgeschlossen. Begr√ľndet wird er mit ethisch irrelevanten Kriterien wie bestimmten kognitiven Eigenschaften der Menschen, die andere Tiere nicht bes√§√üen, und √Ąhnlichem. Da√ü Menschen, die diese Eigenschaften nicht besitzen, dennoch Rechte gegen√ľber Tieren haben, die sie besitzen, wird mit dem sogenannten "Speziesargument" (die Bevorzugung der eigenen Spezies bed√ľrfe keiner objektiven Begr√ľndung) gerechtfertigt, welches die ideologische Grundlage des ^Speziesismus bildet.

Auch der sogenannte gem√§√üigte Anthropozentrismus, der dem Menschen eine Sonderstellung einr√§umt, ihm aber gleichzeitig vermehrte Verantwortlichkeit f√ľr andere Lebewesen auferlegt, ist nicht minder speziesistisch (weil er nicht minder anthropozentrisch ist). [mp]

Antispeziesismus

Ablehnung des ^Speziesismus. Implementiert wird Antispeziesismus in der Praxis insbesondere durch ^Veganismus(2).

beegan

Wortneusch√∂pfung aus "bee" (engl. Biene) und "vegan". Bezeichnung f√ľr ^Pseudoveganismus, bei dem Bienenprodukte (v.a. ^Honig) konsumiert werden.

Bewußtsein

Kognitive Eigenschaft eines (menschlichen oder nichtmenschlichen) Tieres, die ihm physische und psychische Handlungen au√üerhalb der durch seine Gene bestimmten Instinkt- und Reflexhandlungen erlaubt. Um diese kognitive Eigenschaft zu besitzen, m√ľssen die Tiere mindestens ein Nervensystem aufweisen. Wo genau die Grenze im Tierreich liegt, kann nicht bestimmt werden und ist zur ethischen Ber√ľcksichtigung aller Tiere mit Bewu√ütsein auch nicht notwendig. [mp]

Bienenerbrochenes

^Euphemismenfrei f√ľr ^Honig. Siehe auch Artikel Bienenerbrochenes.

Biozentrismus

Form der Ethik, die grunds√§tzlich jede Form des Lebens als ethisch ber√ľcksichtigungsw√ľrdig erachtet. Das betrifft auch Bakterien oder Pflanzen. [mp]

Carnivoren

^Fleischfresser(1)

containern

Noch verwertbare Produkte, insbesondere E√übares, aus M√ľllcontainern holen. Diese Produkte sowie die Personen, die das Containern praktizieren, werden als ^freegan bzw. Freegan(er) bezeichnet, hierbei ist zwischen ^containervegan und ^vreegan zu unterscheiden.

container-vegan

^pseudo-vegan, da alles, was aus M√ľllcontainern stammt, f√§lschlich als vegan bezeichnet wird, auch wenn es sich um Tierausbeutungsprodukte handelt. Vgl. ^freegan, ^politisch vegan.

Dichotomie

Zweiteilung, etwa die (sachlich unsinnige und ^speziesistische) Unterscheidung "Mensch(en) und Tier(e)"; nichtspeziesistisch gen√ľgt in der Regel stattdessen "Tiere" (was Tiere beliebiger Spezies inklusive Menschen beinhalten kann), je nach Kontext ggf. "Menschen und andere Tiere", "Menschen und nichtmenschliche Tiere" usw.

Diebstahl

"Wer eine fremde bewegliche ^Sache einem an¬≠deren in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu f√ľnf Jahren oder mit Geld¬≠strafe bestraft." (StGB, Par. 242, Abs. 1)

^Tier¬≠be¬≠frei¬≠ung(2) ist somit rechtlich gesehen im Gel¬≠tungs¬≠bereich dieses Gesetzes kein Diebstahl, da keine Zu¬≠eignungsabsicht besteht, selbst wenn Tiere im Sin¬≠ne dieses Gesetzes als ^Sache betrachtet wer¬≠den. Entsprechend wurde teilweise auch bereits gerichtlich entschieden, aufgrund von Willk√ľrjustiz allerdings auch gegenteilig. Zu kl√§ren w√§re, ob √ľberhaupt eine Rechts¬≠widrigkeit vorliegt oder der Schutz der Tiere nicht auch nach geltendem Gesetz ein h√∂heres Rechts¬≠¬≠gut darstellt.

Dysphemismus

Ersetzen eines Ausdrucks durch einen mit bewusst negativerer Wertung, so, wenn ^Speziesisten darauf bestehen, ^Leichen nichtmenschlicher Tiere als "Kadaver", ^Tierbefreiung als "^Diebstahl" zu bezeichnen. Gegensatz: ^Euphemismus. Siehe auch ^Pejoration.

Ei

Vom K√∂rper mehrzelliger weiblicher Tiere in den Geschlechtsdr√ľsen abgegliederte Zelle (Eizelle), die sich nach der Befruchtung zum Embryo entwickelt.

Bei fast allen S√§ugetieren entwickeln sich die mikroskopisch kleinen Eier (Mensch: 0,2mm) im Mutterk√∂rper, bei V√∂geln, Reptilien, den meisten Fischen und Insekten werden die Eier abgelegt. Von den √ľber 35000 Eiern in den menschlichen Eierst√∂cken werden im Lauf des Lebens etwa 400 abgesto√üen (w√§hrend der Menstruation, zusammen mit der f√ľr die Schwangerschaft vorbereiteten Ge¬≠b√§rmutterschleimhaut).

V√∂gel entwickeln im h√∂ch¬≠sten Fall in der Freiheit j√§hrlich 30 Eier (Pinguine 1, Tauben 2, Enten 8-12, H√ľhner bis zu 20). Von nichtveganen Menschen konsumiert werden u.a. die (je nach Haltungsform befruchteten oder un¬≠be¬≠fruchteten) Eier von H√ľhnern, Enten, G√§nsen, Trut¬≠h√ľhnern, Wachteln, Strau√üen, M√∂wen und Kiebit¬≠zen sowie der Rogen mancher Fische ("Kaviar").

Euphemismus

Sch√∂nf√§rberische Bezeichnung, etwa "Fleisch", "Schnitzel", "Schinken" f√ľr ^Leichenteile. Gegensatz: ^Dysphemismus

Fleisch(1)

Die Weichteile (Muskeln, Dr√ľsen, Fett) von Tieren.

Fleisch(2)

Unverholzte, massige Pflanzententeile, besonders der Fr√ľchte (z.B. Fruchtfleisch).

Fleischfresser(1)

Carnivoren, ^Spezies, die sich √ľberwiegend von ^Fleisch(1) ern√§hren.

Fleischfresser(2)

Jemand der ^Fleisch(1) frißt (siehe ^fressen).

freegan

fr√ľher leitete sich das Wort "freegan", wesentliche Form des "dumpster diving" ("M√ľlltonnentauchen"), neudeutsch "^containern" noch von "free" (umsonst, kostenlos, gratis; frei) und "^(ve)gan" ab. Heute gilt vielen alles als "vegan", wenn es nur nichts kostet, nach dem Motto, "kapitalistische Tierausbeutung schlecht, nichtkapitalistische Tierausbeutung gut". Dabei haben sie nicht begriffen, da√ü "Kuhmilch", H√ľhnereier usw. keine "Lebensmittel", sondern Todesprodukte sind. Denn auch wenn sie aus dem M√ľll kommen - bezahlen mu√ü daf√ľr immer jemand. Mit dem Leben. Vgl. ^vreegan, ^containervegan, ^politisch vegan.

fressen

(meist abwertend gebraucht) Nahrung aufnehmen.

Gradualismus

Der politische Gradualismus ist die Position, daß Veränderungen nur in einzelnen, kleinen Schritten erreicht werden können, indem man das Erreichen dieser Schritte selbst anstrebt. Die gegenteilige Position strebt auf das Endziel zu und akzeptiert kleine Schritte eher als Folge der Strukturveränderung, ohne auf diese zu fokussieren.

Gradualismus ist das Kennzeichen des ^Reformismus, in der ^Tierbewegung insbesondere des Neuen ^Tierschutzes. Die gegenteilige Position vertritt der ^Abolitionismus.

(Gemeint ist hier nicht der Gradualismus der Naturwissenschaften, insbesondere der Biologie und Geologie.) [mp]

Halbveganer

Als Halbveganer bezeichnen sich analog zu ^Halbvegetariern gelegentlich ^Pseudo-Veganer, die sich gern mit dem Etikett "vegan" schm√ľcken wollen, weil ihnen klar ist, da√ü ^Veganismus etwas Positives ist, wobei sie aber keine Veganer sind, sondern "wenig/gelegentlich Eier/Milch(produkte)/Honig essen" (also weniger als der Durchschnittsvegetarier oder weniger als sie k√∂nnten) oder weil sie bewu√üt nur ^Vegank√∂stler sind.

Synonyme: ^Semiveganer, ^Vegantarier.

Halbvegetarier

Als Halbvegetarier bezeichnen sich gelegentlich ^Pseudo-Vegetarier, die sich gern mit dem Etikett "Vegetarier" schm√ľcken wollen, weil sie ^Vegetarismus f√ľr etwas Positives halten, wobei sie aber keine Vegetarier sind, sondern "wenig Fleisch essen" (also weniger als der Durchschnitt oder weniger als sie k√∂nnten oder weniger als einer, der ausschlie√ülich Leichen konsumiert).

Manchmal werden sie auch von anderen so genannt. Das Hamburger Abendblatt schrieb beispielsweise unter dem Titel "Halb-Vegetarier leben länger": "Konsumenten geringer Fleischmengen leben länger als der Durchschnitt der Bevölkerung." (10. März 2003).

Selten wird "Halbvegetarier" auch als Bezeichnung f√ľr ^Pescovegetarier ("Fischvegetarier") oder solche, die, was Leichen(teile) betrifft, "nur wei√ües Fleisch" (Fische, V√∂gel) konsumieren, verwendet.

Synonym: ^Semivegetarier.

Hennenmenstruationsprodukt

^Eier von Hennen. Das Legen (unbefruchteter) Eier entspricht dabei dem Hauptaspekt der Menstruation, nämlich eben der Abstoßung unbefruchteter Eier. Diese ^Analogie dient dazu, den biologischen Aspekt des Eierlegens (der eben nicht darin besteht, anderen Tieren, insbesondere Menschen, "Nahrung" zu liefern) klarzumachen.

Honig

Klebrige, gelbliche bis dunkelbraune s√ľ√üe Fl√ľs¬≠sigkeit, die die Bienen aus eingesogenem Nek¬≠tar¬≠saft der Bl√ľten, aus ^Honigtau u.a. im Honigmagen produzieren und dann erbrechen (^Bienenerbrochenes).

Honigtau

Zuckerhaltige Ausscheidungen von Blattläusen.

H√ľhnermenstruationsprodukt

^Hennenmenstruationsprodukt

Interessenethik

Form der Ethik, bei der Interessen das entscheidende Kriterium auf ethische Ber√ľcksichtigung bilden.

Sie besagt, daß alle Tiere mit Bewußtsein (menschliche und nichtmenschliche) bestimmte Interessen verfolgen, sodaß die Verletzung dieser Interessen eine Schädigung darstellt, die ethisch problematisch ist.

Die Interessen sind dabei z.T. universal (z.B. Interesse an Leidfreiheit, an Weiterexistenz, an Bewegungsfreiheit) und z.T. durch die biologische/soziologische/usw. Spezifik des Betroffenen bedingt (z.B. können Menschen ein Interesse an Schulbildung haben, sodaß ihnen ein Recht auf Schulbildung zugestanden werden kann; andere Tiere können dieses Interesse nicht haben, sodaß sie kein Recht auf Schulbildung benötigen und das Fehlen eines solchen keine ethische Verletzung darstellt).

Das Verletzen eines Interesses kann nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt sein. Die Betroffenen können ihre Interessen z.T. selbst modifizieren (z.B. bei einer vom Betroffenen gewollten Euthanasie hat er sein Interesse an Weiterexistenz negiert und das auf Leidfreiheit an erste Stelle gesetzt).

Interessenethik ist nicht zu verwechseln mit der z.T. unterlegten Bedeutung, ethisch sei alles, was dem Eigeninteresse diene, denn dies wäre egoistischer ^Anthropozentrismus. Sie ist auch nicht zu verwechseln mit theistischer sogenannter "Ethik der Interessen", die sich auf ähnlichem Niveau bewegt. [mp]

Kuhdr√ľsensekret

^Euphemismenfrei f√ľr ^Milch(1) von K√ľhen, vgl. ^Hennenmenstruationsprodukt.

Lakto-Vegetarismus

Form des ^Vegetarismus, bei der explizit ^Tiermilch (sowie Produkte daraus) konsumiert werden.

Leiche

Toter menschlicher oder anderer Tierkörper.

Maqi

"Il neige sur le maquis
et c'est contre nous
chasse perpétuelle."

René Char, Feuillets d'Hypnos


Die franz√∂sische R√©sistancegruppe Maquis leitete ihren Namen ab vom Buschwald in Mittelmeer¬≠l√§ndern als Zufluchtsst√§tte f√ľr Verfolgte. "Prendre le maquis" bedeutet "sich verbergen".

Der Widerstand der Maquisards gegen die Faschi­sten damals entspricht dem Wider­stand gegen die ^Speziesisten heute.

Der Name Maqi ent­stand analog zum Wort ^vegan, das durch Streichen von Buch­staben aus vege­tarian und dem Strei­chen von Gewalt aus Er­nährung, Kleidung usw. gebildet wurde, durch Streichen von Buch­staben aus Maquis und von Gewalt aus der Vorgehensweise.

Gewalt meint nicht das Sprengen von Ketten, das Niederrei√üen von Z√§unen, das Durchbrechen von Mauern im w√∂rtlichen wie im √ľbertragenen Sinn, sondern Tieren - und Speziesisten, die Ammen¬≠m√§r¬≠chen von anges√§gten Hochsitzen und Mordan¬≠schl√§¬≠gen auf Metzger aufsitzen, mu√ü ge¬≠sagt werden, da√ü dazu auch Menschen z√§h¬≠len - physischen oder psychischen Schaden zuf√ľgen.

Maqi steht damit f√ľr antispeziesistischen Wider¬≠stand und zugleich f√ľr Zuflucht f√ľr die Opfer.

Milch(1)

Wei√üe Fl√ľssigkeit, die von weiblichen S√§ugetieren nach dem Geb√§ren aus den Milchdr√ľsen ausge¬≠schieden wird. Nach deutschem Lebens¬≠mittelrecht nur Kuhmilch, Milch anderer Tiere mu√ü entspre¬≠chend bezeichnet werden (Ziegen-, Stutenmilch).

Milch(2)

Durch Einweichen oder Kochen, P√ľrieren und ggf. Filtern aus H√ľlsen¬≠fr√ľchten, Getreide, N√ľssen usw. gewonnene wei√ü¬≠liche Fl√ľssigkeit.

Pflanzenmilch (Soja-, Reis-, Cashewkern-, Hafer-, Mandelmilch usw.) darf nach deutschem Lebens­mit­telrecht nicht als Milch bezeichnet werden (und ist daher als "Soja-Drink" etc. im Handel).

Milch(3)

Weißlicher Pflanzensaft (z.B. Kokosnußmilch).

Mörder

"M√∂rder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus nied¬≠rigen Beweggr√ľnden, heimt√ľckisch oder grausam oder mit gemeingef√§hrlichen Mitteln oder um eine an¬≠dere Straftat zu erm√∂glichen oder zu verdecken, einen Menschen t√∂tet." (StGB Par. 211, Abs. 2)

Dies trifft, mit Ausnahme der Einschr√§nkung auf Menschen, mit der die ^speziesistische Gesetzgebung hier nichtmenschliche Tiere diskriminiert, offensichtlich auf Metzger, J√§ger usw. zu. Aufgrund dieser Formulierung sind Aussagen wie "Fleisch ist Mord" juristisch unzutreffend, je¬≠doch ist hier offenkundig kein Mord im juristischen Sinn gemeint, so da√ü diese Aussagen ebenso wie Tucholskys "Soldaten sind M√∂rder" zutreffend sind. Gem√§√ü dem Prinzip, da√ü ^T√§ter derjenige ist, der die Tat "selbst oder durch einen anderen begeht" (StGB, Par. 25), gilt entsprechendes f√ľr diejenigen, die beispielsweise durch Kauf von Tierprodukten andere dazu bestimmen, die Tat zu begehen.

Neologismus

von der Sprachgemeinschaft noch nicht allgemein akzeptierte Neuprägung eines Worts oder Ausdrucks.

Opportunismus

Opportunismus bedeutet die bereitwillige Anpassung - insbesondere grundsatz- und charakterloses politisches Verhalten - an die jeweilige Lage, um Vorteile daraus zu ziehen. Speziell ist es eine politische Strategie, die ohne Beachtung der langfristigen Konsequenzen kurzfristige, oftmals nur scheinbare Erfolge durch die Mißachtung oder Aufgabe der eigenen Grundsätze erreicht. Das Erreichen des aus den Grundsätzen hergeleiteten Endziels wird dadurch behindert und verzögert.

Die Ausprägung des Opportunismus innerhalb der Tierbewegung ist der ^Tierschutz (siehe auch hier), der das Ziel der völligen Abschaffung der Tierausbeutungen (das einzige, was den Tieren wirklich hilft) zugunsten von Pseudoerfolgen verrät, die nicht den Tieren helfen, sondern der eigenen Profilierungen und anderen Zwecken (Spendensammeln) dienen. Das Gegenteil ist der ^Abolitionismus der ^Tierrechte. [mp]

Ovo-Lakto-Vegetarismus

Form des ^Vegetarismus, bei der explizit ^Vogeleier und ^Tiermilch (sowie Produkte daraus) konsumiert werden.

Ovo-Vegetarismus

Form des ^Vegetarismus, bei der explizit ^Vogeleier (sowie Produkte daraus) konsumiert werden.

Pathozentrismus

Form der Ethik, bei der das Vorhandensein von Empfindungsf√§higkeit das zentrale Kriterium f√ľr ethische Ber√ľcksichtigung bildet. Aus ihm ergibt sich f√ľr alle empfindungsf√§higen Tiere das Interesse an Leidfreiheit.

Auch wenn hier von "Interesse" gesprochen wird, ist er nicht zu verwechseln mit der ^Interessenethik.

Pathozentrismus ist teilweise ^tierrechtsverletzend, da oft nur "höher entwickelten" Tieren Empfindungsfähigkeit zugesprochen wird. Zudem werden viele oder alle andere Interessen ignoriert (die die Tiere der Interessenethik nach haben), solange nur die Leidfreiheit gewahrt ist. Daher ist das schmerzfreie Töten aus der Perspektive des Pathozentrismus oftmals gerechtfertigt. [mp]

Pejoration

Bedeutungswandel eines Worts zum Schlechteren hin, etwa "Weib", "Neger". Gern werden von ^Speziesisten auch sachrichtige Termini als Pejoration diffamiert, etwa wenn "^Mord" sich nur auf eine ‚Äď ihre eigene ‚Äď Spezies beschr√§nken soll, w√§hrend der Mord an Individuen anderer ^Spezies nicht Mord genannt werden darf. Siehe auch ^Dysphemismus.

Pescetarismus

Siehe ^Pesco-Vegetarismus.

Pesco-Vegetarismus

Form des ^Pseudo-Vegetarismus, bei der (meist ba­sierend auf dem katholischen Aberglauben, "Fisch" sei kein "^Fleisch"), Fische konsumiert wer­den. Synonym: ^Pescetarismus.

Physiozentrismus

Bereich der Ethik, der alle Modelle umfa√üt, die ethische Ber√ľcksichtigung auf gr√∂√üere Bereiche der Natur als nur auf den Menschen (das w√§re ^Anthropozentrismus) ausdehnen. Dazu geh√∂ren haupts√§chlich ^Biozentrismus, ^Pathozentrismus und ^Zoozentrismus (die sich untereinander √ľberschneiden). [mp]

Pseudo-Veganismus

Vermeintlicher ^Veganismus, bei dem jedoch wissentlich oder fahrlässig "versteckte" nichtvegane (Lanolin, also Wollfett, Aro­ma­stoffe aus Molke usw.) oder nichtvegetarische Produkte (tierkohleraffinierter Zucker, gelatine­ge­klär­te Getränke, siehe auch ^Pseudo-Vege­taris­mus) konsumiert werden. Eine Form des Pseudoveganismus ist der ^Containerveganismus.

Pseudo-Vegetarismus

Vermeintlicher ^Vegetarismus, bei dem jedoch wissentlich oder fahrlässig "versteckte" nichtvegetarische Produkte (Käse mit Kälberlab, Gelatine, Aromastoffe aus Rinder­fett, Cochenillerot usw.), häufig auch tote Tiere direkt (Fische, siehe auch ^Pesco-Vegetarismus, Vögel) kon­sumiert werden.

radikal

Auf dem ^Radikalismus beruhend oder zu ihm gehörig. [mp]

Radikalismus

Bezeichnet die Einstellung, bei der Bekämpfung der Probleme nicht an deren Ausprägungen, sondern deren Ursprung (lat. radix "Wurzel, Ursprung") anzusetzen. Oft zu unrecht negativ konnotiert. [mp]

Real-Veganismus

Tatsächlicher ^Veganismus im Gegensatz zu ^Pseudo-Veganismus (lediglich zur Betonung).

Reformismus

Reformismus bedeutet, Reformen, die das betreffende System verbessernd verändern, anzustreben.

In der Tierrechtsfrage ist Reformismus negativ zu bewerten, da die Ver√§nderungen (z.B. die Reform der "Legebatterien") nichts verbessern, vielmehr oft nur verschlechtern, zus√§tzlich den Tierproduktkonsum legitimieren und damit die Tierausbeutung zementieren. Da das Tierausbeutungssystem an sich das Problem ist und nicht seine Auspr√§gungen ("Bodenhaltung" statt "Legebatterien" o.√Ą.), ist die einzig zielf√ľhrende Strategie seine totale Abschaffung zu fordern. Reformismus ist die vorherrschende Strategie des ^Tierschutzes und das Gegenteil vom ^Abolitionismus der ^Tierrechte. [mp]

Sabotage

Im Verborgenen erfolgende wirtschaftliche Stör­tätigkeit durch vorsätzliche Zerstörung von Ma­schi­nen, Waren usw. oder passiven Widerstand.

Sache

Ob Tiere juristisch als Sache zu betrachten sind, hängt von der jeweils herrschenden Gesetzgebung ab. "Tiere sind keine Sachen." (BGB, Par. 90a)

Semiveganer

Se|mi... [lat.] in Zus.: Halb..., siehe ^Halbveganer.

Semivegetarier

Se|mi... [lat.] in Zus.: Halb..., siehe ^Halbvegetarier.

Spezies

(biol.) Art

Speziesismus

Diskriminierung von Individuen aufgrund ihrer Art­zugehörigkeit (analog zu Rassismus, Sexismus etc., also zur Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe bzw. einem Geschlecht).

Dies ist nicht zu verwechseln mit der Ber√ľck¬≠sichtigung tats√§chlicher und relevanter Unter¬≠schie¬≠de zwischen Individuen.

Täter

T√§ter ist derjenige, der die Tat "selbst oder durch einen anderen begeht" (StGB, ¬ß25), entsprechendes gilt f√ľr diejenigen, die beispielsweise durch Kauf von Leichenteilen den Schlachter dazu bestimmen, die Tat zu begehen. Siehe auch ^M√∂rder.

Tierbefreiung(1)

Die Befreiung der (nichtmenschlichen) Tiere aus mensch¬≠licher Unterdr√ľckung, analog zu "Sklavenbefreiung" (Abschaffung der Sklaverei) oder "Frauenbefreiung" .

Tierbefreiung(2)

Die Befreiung tierlicher Individuen aus der Gefang­en­schaft, analog zu "Sklaven­be­freiung" (Beendigung der Gefangenschaft eines oder mehrerer als Sklaven gefangengehaltener Individuen) oder "KZ-Häftlings-Befreiung".

Tierbewegung

Begriff, der dazu gebildet wurde, um auf die Bewegungen des ^Tierschutzes (insbesondere des Neuen Tierschutzes) und der ^Tierrechte gemeinsam zu referieren. Eine Zusammenfassung unter dem Begriff "Tierrechtsbewegung" verbietet sich, da Tierschutz und Tierrechte sich nur formal gemeinsam auf nichtmenschliche Tiere beziehen, strategisch jedoch gegensätzliche Interessen verfolgen. [mp]

tierisch

Wie ein Tier, von Tieren, vgl. ^tierlich.

tierlich

^Neologismus, der (analog zu "pflanzlich", "mensch­lich" gebildet) das meist negativ konnotierte "^tier­isch" ersetzt.

Tierrecht(1)

(nur Singular) Gesamtheit der Tiere betreffenden Rechtsvorschriften ("Gesetze").

Die Unterscheidung zu ^Tierrecht(2) ist trivial: das eine ist analog zu "Strafrecht", "Erbrecht", das andere zu "Menschenrecht(e)", "Kinderrecht(e)" usw.; das eine steht ausschließlich im Singular, das andere meist im Plural; das eine heißt auf Englisch "(animal) law", das andere "(animal) right".

Gelegentlich wird im deutschsprachigen Raum versucht, die Polysemie zu mißbrauchen, um durch Kritik (ob berechtigte oder unberechtigte sei dahingestellt) an "Rechtssystemen" und "Gesetzgebung" Tierrechte bzw. den Tierrechtsbegriff zu diskreditieren (so, als ob Schimmel(pilze) an der Badezimmerwand gegen weiße Pferde sprächen).

Tierrecht(2)

Eines der ^Tierrechte, z.B. "Recht auf Leben".

Tierrechte

Die unverletzlichen und unveräußerlichen Rechte der Tiere auf Freiheit, psychische und physische Unversehrtheit usw. (analog zu Menschenrechten).

Die Notwendigkeit der Tierrechte leitet sich aus dem ^Antispeziesismus und der ^Interessenethik her. Als politische Strategie werden sie durch den ^Abolitionismus vertreten.

Anders als von Tierrechtsgegnern gern kolportiert, bedeuten Tierrechte nicht etwa beispielsweise Wahlrecht f√ľr Quallen (ebensowenig, wie Kinder¬≠rechte Wahlrecht f√ľr S√§uglinge), sondern vielmehr eine gleiche Ber√ľcksichtigung gleicher Interessen (so hat ein Schwein - im Gegensatz zu einer Kartoffel - ebenso ein Lebensinteresse und ein Interesse an Leidensfreiheit wie ein Mensch, jedoch kein Interesse an Schulbildung). Ebensowenig be¬≠deu¬≠tet es, wie von ^Speziesisten h√§ufig unterstellt, "die Tiere √ľber die Menschen zu stellen", da Menschen Tiere (S√§uge-, Wirbeltiere) sind und f√ľr sie somit ebenfalls die Tierrechte G√ľltigkeit haben.

Tierschutz

In der Praxis ist sogenannter Tierschutz ein Oxymoron, da er nicht die Tiere sch√ľtzt, sondern nur die Tierausbeuter vor ihrem schlechten Gewissen.

Das Ziel des Tierschutzes ist die ^Reformierung der Tierausbeutung, um sie zu erhalten (zu anderen Behauptungen siehe FAQ: Kann die Abschaffung als Endziel nicht auch schrittweise √ľber Tierschutzgesetze erreicht werden?). Das bedeutet, da√ü er nicht die Abschaffung der Gefangenhaltung fordert, sondern lediglich "gr√∂√üere K√§fige", nicht die Beendigung der Morde, sondern "schonende Schlachtung" usw.

Sein Motto ist, "unn√∂tiges Leiden" beseitigen zu wollen, womit gleichzeitig behauptet wird, da√ü es "notwendiges Leiden" g√§be und dieses gerechtfertigt sei. Tierschutz ist grunds√§tzlich ^anthropozentrisch - ob es um "Verrohung" der Menschen durch Gewalt gegen nichtmenschlichte Tiere geht oder um das menschliche Bed√ľrfnis der Tierschutzorganisationen nach Spendengeldern.

Mit den "Erfolgen" des Tierschutzes wird Tierausbeutung legitimiert und der Konsum von Tierprodukten, da sie dann "Tierschutzstandards" entsprechen, gerechtfertigt.

Die "Aktionsformen" des Tierschutzes bestehen im wesentlichen aus Spendensammeln und Petitionen, sowie der Konzentration auf Randaspekte und "Kuscheltiere" (Katzen, Hunde und Kleintiere statt H√ľhner und Schweine), da diese in der Regel keine Opfer der unveganen Spender sind und deren Sympathie genie√üen.

Eine Unterstr√∂mung des Tierschutzes ist der Neue Tierschutz. Dieser ist die Reaktion des Tierschutzes auf die Tierrechte. Da die Ziele v√∂llig verschieden sind, h√§tte es zu Spendenverlusten gef√ľhrt, wenn hier nicht entgegengesteuert w√ľrde. So behauptet der Neue Tierschutz, eigentlich langfristig auf die Abschaffung der Tierausbeutung hinarbeiten zu wollen, wozu jedoch die ^reformistische Praxis n√∂tig sei.

Der Alte Tierschutz bleibt auch offiziell bei der Behauptung, nichtmenschliche Tiere auszubeuten sei grundsätzlich in Ordnung, man solle es lediglich "tierfreundlich" tun. [mp]

veegan

Synonym ^vreegan

vegan(1)

Adjektiv f√ľr ein Gericht bzw. Lebens¬≠mittel oder an¬≠deres Pro¬≠dukt, f√ľr dessen Herstellung keine Tierprodukte eingesetzt wurden (siehe ^Veganismus).

vegan(2)

Adjektiv f√ľr eine Ern√§hrung, die ausschlie√ülich aus veganen (siehe ^vegan(1)) Gerichten besteht. Ve¬≠gane Ern√§hrung ist synonym zu ^Veganismus(1).

vegan(3)

Adjektiv f√ľr eine Person, die ^Veganismus(2) praktiziert.

Veganer(1)

^Veganköstler.

Veganer(2)

Person, die ^vegan(3) lebt. Zur Vereinfachung der Kommunikation sollte der Begriff nur in diesem Sinn verwendet werden, ^Veganer(1) ausschließlich als ^Veganköstler bezeichnet werden.

veganisch

vegan, nicht veganisch (Bart Simpson)(meist abwertend gebraucht) ^vegan. Im Duden ist ausschließlich die korrekte Form - "^vegan" - zu finden, nicht "veganisch".

Veganismus(1)

Form der vegetarischen Ernährung (^Vegetaris­mus), bei der alle Tierprodukte (einschließlich Vogeleiern, Säugetiermilch, Honig sowie versteck­te Tierprodukte, siehe ^Pseudo-Veganismus) ver­mie­den werden.

Dies ist nicht synonym zu ^vege­tabil, da auch nichtpflanzliche Produkte (Wasser, Salz usw. sowie Pilze, die nicht zu den Pflanzen zählen) konsumiert werden.

Veganismus(2)

Lebensweise, bei der der Konsum aller Tierpro­dukte abgelehnt wird. Neben der Ernährung (^Ve­gan­is­mus(1)) betrifft dies z.B. auch Kleidung und andere Gebrauchsgegenstände aus Haut und ande­ren Tierprodukten (Seide, Perlen, Tierwolle usw.).

"Ablehnung von Tierprodukten" ist nicht ganz exakt, da es sich zum einem auch bei freiwillig ge¬≠spendeten Transplantationsorganen sowie K√∂r¬≠per¬≠fl√ľssigkeiten (Transfusionsblut, Muttermilch, Sper¬≠ma, Speichel usw.) um Tierprodukte handelt, die aber dennoch vegan sind, und au√üerdem ethische und pragmatische Dilemmata ("Vermeidung des Vermeidbaren"), Vorsatz, Fahrl√§ssigkeit usw. zu ber√ľcksichtigen sind, ebenso wie tierversuchs¬≠getestete Stoffe, auch wenn diese kein einziges Molek√ľl einer Laborratte enthalten, und nicht¬≠materielle "Produkte" wie "Haustier"haltung, Zur¬≠schau¬≠stellung von Tieren (Tierk√§mpfe, Zirkusse, Zoos) usw.

Zur Vereinfachung der Kommunikation sollte der Begriff nur in diesem Sinn verwendet werden, ^Veganismus(1) ausschließlich als Vegankost (siehe ^Veganköstler) bezeichnet werden.

Veganköstler

Person, die sich ^vegan(2) ernährt, nicht jedoch ^vegan(3) lebt. Zur Verwendung des Begriffs siehe ^Veganer(2).

vegan, politisch

Der Versuch, unvegane Produkte als vegan umzudefinieren; vegan sein gilt in manchen Gruppen zwar als schick, jedoch wollen viele sich sowohl vegan nennen als auch Ausbeutungsprodukte konsumieren. Also benennen sie - unvegane - Ausbeutungsprodukte als "politisch vegan" mit der absurden Begr√ľndung, da√ü diese ja nicht den Gewinn der Ausbeuter erh√∂hen - so als ob jemand das Werfen gefundener Bomben als "politisch friedlich" bezeichnen w√ľrde, weil die R√ľstungsindustrie daran nicht verdient. Siehe auch Abgelaufene Schlagsahne ist "politisch vegan"?.

Vegantarier

Als Vegantarier bezeichnen sich gelegentlich ^Pseudo-Veganer, die sich gern mit dem Etikett "vegan" schm√ľcken und von ^Vegetariern abgrenzen wollen, weil ihnen klar ist, da√ü ^Veganismus etwas Positives ist, w√§hrend Vegetarier verantwortlich f√ľr den Tod von H√ľhnern, Rindern usw. sind, wobei sie aber eben keine Veganer sind, sondern "gelegentlich Ausnahmen" machen. Eine klare Abgrenzung zum "^Halbveganer" besteht nicht.

vegetabil(isch)

(fachsprachlich) pflanzlich, von Pflanzen herr√ľh¬≠rend, Pflanzen...

Vegetabilien

(fachsprachlich) Pflanzenstoffe, pflanzliche Nah­rungs­mittel

Vegetarianismus

(ungebräuchlich) ^Vegetarismus

Vegetarismus

Ern√§hrungsform, bei der Produkte aus toten Tieren vermieden werden, die aber ^Vogeleier (^Ovo-Vegetarismus), ^Tiermilch (^Lakto-Vegetarismus) oder ^Honig beinhalten kann. H√§ufig kurz f√ľr ^Ovo-Lakto-, ^Ovo- oder ^Lakto-Vegetarismus im Gegensatz zu ^Veganismus(1)

Vegetarismus, strenger

^Vegetarismus im ausdr√ľcklichen Gegensatz zum ^Pseudo-Vegetarismus. Auch: ^Veganismus im Gegensatz zum ^Ovo-Lakto-, ^Ovo- oder ^Lakto-Vegetarismus. Aufgrund dieser Mehrdeutigkeit sollte der Begriff vermieden werden.

vreegan

^freegan, jedoch ausschließlich und explizit ^vegan, während das Wort "freegan" mittlerweile immer mehr zu einer Form des ^Pseudo-Veganismus verkommt. Synonym: ^veegan.

Wega

Stern erster Größe, der hellste im Sternbild der Leier.

Weganer

(Fiktive) Bewohner potentieller Planeten der ^Wega.

zoozentrisch

Auf dem ^Zoozentrismus beruhend oder zu ihm gehörig. Gegensatz von ^anthropozentrisch. [mp]

Zoozentrismus

Gegensatz des ^Anthropozentrismus. Form der Ethik, die bedeutet, da√ü nicht nur die Menschen, sondern auch allen anderen Tiere mit Bewu√ütsein ethische Ber√ľcksichtigung zugestanden werden mu√ü (betrifft damit nicht Baktieren, Pflanzen usw.). Konkret wird er vertreten durch die ^Interessenethik der ^Tierrechte.

Er ist keine Unterform des ^Biozentrismus (wie teilweise behauptet), sondern des ^Physiozentrismus.

Der Begriff leitet sich von griech. zoon "Tier" her und ist damit nur etymologisch, nicht inhaltlich mit "Zoo" (als Kurzform von "zoologischer Garten", ein ^Euphemismus f√ľr eine Tierausbeutungseinrichtung) verwandt. "zoo-" wird in dieser Wortkombination zweisilbig artikuliert ("Zo-o-zen-tris-mus"). [mp]

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Autor:Achim Stößer
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