Glossar

Was heißt Maqi, Speziesismus, Veganismus ...?

Interessenethik

Form der Ethik, bei der Interessen das entscheidende Kriterium auf ethische Berücksichtigung bilden.

Sie besagt, daß alle Tiere mit Bewußtsein (menschliche und nichtmenschliche) bestimmte Interessen verfolgen, sodaß die Verletzung dieser Interessen eine Schädigung darstellt, die ethisch problematisch ist.

Die Interessen sind dabei z.T. universal (z.B. Interesse an Leidfreiheit, an Weiterexistenz, an Bewegungsfreiheit) und z.T. durch die biologische/soziologische/usw. Spezifik des Betroffenen bedingt (z.B. können Menschen ein Interesse an Schulbildung haben, sodaß ihnen ein Recht auf Schulbildung zugestanden werden kann; andere Tiere können dieses Interesse nicht haben, sodaß sie kein Recht auf Schulbildung benötigen und das Fehlen eines solchen keine ethische Verletzung darstellt).

Das Verletzen eines Interesses kann nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt sein. Die Betroffenen können ihre Interessen z.T. selbst modifizieren (z.B. bei einer vom Betroffenen gewollten Euthanasie hat er sein Interesse an Weiterexistenz negiert und das auf Leidfreiheit an erste Stelle gesetzt).

Interessenethik ist nicht zu verwechseln mit der z.T. unterlegten Bedeutung, ethisch sei alles, was dem Eigeninteresse diene, denn dies wäre egoistischer ^Anthropozentrismus. Sie ist auch nicht zu verwechseln mit theistischer sogenannter "Ethik der Interessen", die sich auf ähnlichem Niveau bewegt. [mp]

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Autor:Achim Stößer
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