Pressemitteilung (29. Oktober 2022)

Weltvegantag 2022

Imitierte Leichenteile

Hühnerleichen  (Symbolbild) Am 1. November ist Weltvegantag, Veganismus wird populärer. Immer mehr leichenverarbeitende Betriebe springen auf den Zug auf, zwei aktuelle Beispiele sind eine bekannte Schnellimbisskette, die angeblich vegane Burger usw. verkauft(e), sowie vegane Würste beim Oktoberfest.

Nachforschungen zeigten jedoch, dass in der Burgerkette teils Leichenteile etc. als angeblich vegane Produkte verkauft wurden. Hierbei sehen wir wieder einmal zwei wesentliche Aspekte:
  1. Traue einem unveganen »Lebensmittel«-Produzenten nicht weiter, als du seine Erzeugnisse spucken könntest.
  2. Vegane Alternativen unterscheiden sich vom Original weder in Geschmack noch in Konsistenz, Aussehen usw. signifikant (sonst hätte es keiner Untersuchung bedurft, festzustellen, dass statt veganer teilweise fälschlich unvegane Produkte verkauft wurden – all die »Flexitarier« hätten das andernfalls vorher bemerkt).
Dementgegen verkündete Tierausbeutungsminister (offiziell »Ernährung, Landwirtschaft und Forsten«) Michaela Kaniber (CSU) pressewirksam bezüglich veganer Weißwürste auf der traditionellen Massenleichenkonsumveranstaltung schlechthin (jährlich über hundert kastrierte männlichen Rinder – »ganze Ochsen« –, eine halbe Million Vögel, 75000 Schweinebeine hunderttausende Fische usw.), dem sogenannten Oktoberfest in München, offenbar ohne sie zu kosten: »Allein der Geruch und die Konsistenz des Produkts haben es mir unmöglich gemacht, das zu essen«, um gleich darauf ihre völlige Ignoranz zum Thema auf Stammtischniveau zu demonstrieren: Es sei eine »zusammengepresste Masse« (im Gegensatz zu der zusammengepressten Masse aus in ausgespültes Gedärm gefülltem Leichenbrei?) und »Ich verstehe nicht, warum jemand als Veganer etwas essen will, das aussieht wie eine Wurst. Ich habe mich doch bewusst entschieden, kein Fleisch zu essen.« Eben: bewusst entschieden, aus ethischen, nicht etwa aus geometrischen Gründen keine Leichen zu konsumieren, Leichen, die die vegane Wurst gerade nicht enthält. Von zahllosen, überwiegend unveganen, anderen Imitaten wie Marzipankartoffeln und -brot, Mettigeln, Zuckerwatte, Blätterteigschweineöhrchen, Leberkäse, Käsekuchen, Holzschnitzel, Nougat-, Überraschungs- und Schokoladeneiern, Bärchenwurst, Gummibärchen, -würmern, -spaghetti, Schokoladenosterhasen und -katzenzungen, Erdnussbutter, Dach-, See- und falschem Hasen, Kaltem Hund und Hot Dogs, Fleisch- und Wurstsalat, Lakritz-, Rosinen- und Zimtschnecken ohne Schnecken, Salatblätter, Hunde, Hasen usw., die sie vermutlich überwiegend widerspruchslos konsumiert (vielleicht auch Heu- und Seepferdchen, Seeigel, -gurken, -sterne, Koalabären, Silberfischchen), abgesehen: Ob sie als Nichtkannibale wohl auf Menschen(teile) nachahmende Fondanthochzeitstortenbrautpaare, Lebkuchenmännchen, Schokoladennikoläuse, Schillerlocken, Gesichtswurst, Schupfnudeln Ferkelleiche (Symbolbild) etc. verzichtet, wo sie doch – so ist zumindest zu hoffen, wissen kann man es nicht – keine Menschen essen möchte? Wie ihr eigentlicher Arbeitgeber, der Bauernverband, scheint sie nicht zu begreifen, dass auch ethisch vertretbare Lebensmittel wie Erbsen oder Sojabohnen von Landwirten angebaut werden, weshalb sie als Vertreter der Bauerninteressen Werbung für den Konsum von Leichen, Drüsensekreten etc. machen zu müssen glauben. Ihr Parteigenosse Konrad Adenauer (1876-1967, CDU) erfand übrigens während des Ersten Weltkriegs (nicht aus ethischen, sondern aus pragmatischen Gründen) die »Kölner Wurst« aus Soja und Gewürzen, auch »Friedenswurst« genannt. Die (durch Rinder- und Schweineleichenfettgewebe unvegane) Erbswurst gab es bereits seit 1867, die als Bettwurst bezeichnete Kissenform ist ebenfalls keine vegane Erfindung, zeigt jedoch, dass die Bezeichnung Wurst sich auf die Form bezieht, nicht darauf, dass dafür zwingend jemand ermordet werden musste.

Sekundiert wurde Kariber boulevardschlagzeilenträchtig von Monika Gruber, die mit etwas, das manche für Humor halten, ihr Brot respektive ihre Leichenwurst verdient. Sie kommentierte, die vegane Weißwurst erinnere an »Montageschaum, der in ein Kondom abgefüllt wurde«, was in zweierlei Hinsicht bemerkenswert ist. Unveganer verzehren so manches, aber woher weiß sie, wie Montageschaum im Kondom schmeckt? Vor allem aber kommt die vegane Wurst ohne Darm-, Kunst- oder sonstige Haut aus, was den Verdacht aufwirft, dass sie sie (im Gegensatz zu Montageschaum im Kondom?) ebenfalls gar nicht erst probiert, sondern lediglich populistische Propaganda abgesondert hat.

Im wirklichen Leben – außerhalb der Antiveganerblase – waren nach Auskunft der Betreiber beispielsweise im Hofbräu-Zelt 40 Prozent der Curry- und 20 Prozent der Weißwürste, die bestellt wurden, vegan. Darüber hinaus gab es auf der »Wiesn« Pilzragout, Seitangulasch usw. Noch immer Leichenteile, noch immer nicht alles vegan, noch immer massenhaft ethisch minderbemittelte Ewiggestrige, doch ein klarer Trend hin zu einer veganen Gesellschaft ohne Massenmorde an nichtmenschlichen Tieren (mit zahlreichen Kollateralnutzen).

Maqi – für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.

Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi – für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Am Wintersberg 38, D-63619 Bad Orb, Tel. 06056 309788, mail@maqi.de, https://maqi.de.

Autor:Achim Stößer
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