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Samstag, 25. Dezember 2004 
SendezeitSenderSparteTitelBeschreibung
2015-2230RTL IIScience fiction »The Day After - Der Tag danach«
Katastrophen-Science-Fiction, USA 1983
»WĂ€hrend die Menschen in Lawrence, Kansas, ihrem alltĂ€glichen Leben nachgehen, spitzt sich die weltpolitische Lage jenseits des Atlantiks unaufhaltsam zu. Schließlich geschieht das Unfassbare: Die Welt erlebt den ersten atomaren Konflikt zwischen den beiden SupermĂ€chten. Als die sowjetischen Atomraketen in der NĂ€he von Kansas City einschlagen, ist das Ausmaß der Zerstörung entsetzlicher, als Worte es beschreiben könnten. Es gibt Überlebende, doch auch fĂŒr sie beginnt das langsame, qualvolle Sterben in den TrĂŒmmern...

Lawrence, Kansas, mitten im amerikanischen "Heartland": WĂ€hrend der Arzt Dr. Russell Oakes, die junge Braut Denise Dahlberg, der Student Stephen Klein, der Akademiker Joe Huxley und all die anderen BĂŒrger der Stadt ihr alltĂ€gliches Leben leben, spitzt sich die weltpolitische Lage auf der anderen Seite des Ozeans unausweichlich zu, als die Truppen des Warschauer Paktes mit den alliierten SchutzmĂ€chten Berlins aneinander geraten. Doch von dieser drohenden Eskalation bekommen die Menschen in Kansas zunĂ€chst wenig mit, bis plötzlich amerikanische Atomraketen wie tödliche Blumen aus ihren Silos rund um Kansas City sprießen und sich auf ihren todbringenden Weg ĂŒber den Atlantik machen. Das Unfassbare ist geschehen: Die Welt erlebt ihren ersten atomaren Konflikt! Doch der Start der amerikanischen Atomraketen ist nur der Auftakt zu dem unbeschreiblichen Inferno, das nun folgen soll: 30 Minuten vergehen, bis der sowjetische Gegenschlag erfolgt. Das ultimative, mit Worten nicht zu beschreibende Grauen wird RealitĂ€t, als die sowjetischen Raketen in der NĂ€he von Kansas City einschlagen. Die unvorstellbaren Druckwellen und brĂŒllenden FeuerstĂŒrme, die durch die nuklearen Geschosse ausgelöst wurden, legen ganze StraßenzĂŒge im Nu in Schutt und Asche, die Menschen verglĂŒhen binnen Sekunden zu Staub. Doch es gibt Überlebende des Infernos: Verstrahlt, von grauenhaften Wunden gezeichnet und ohne jede Hoffnung erleben die Menschen den "Day After", den Tag nach dem atomaren Schlagabtausch der beiden SupermĂ€chte. Es bietet sich ihnen ein Bild des Grauens: SĂ€mtliche Versorgungssysteme sind zusammengebrochen, die KrankenhĂ€user ĂŒberfĂŒllt, die Ärzte - unter ihnen auch der vom Tode gezeichnete Russell Oakes - heillos ĂŒberfordert und verzweifelt. Wer den Feuersturm ĂŒberlebt hat, kĂ€mpft nun im nuklearen Winter um sein nacktes Dasein, um Wasser und Brot fĂŒr die nĂ€chste, womöglich die letzte Mahlzeit. Und wĂ€hrend das langsame Sterben in den TrĂŒmmern beginnt, startet auch der schleichende, unaufhaltsame Zerfall aller gesellschaftlichen Strukturen. Bald scheint es, als beneideten die Überlebenden jene, die dem atomaren Feuersturm sofort zum Opfer gefallen sind...

"Ohne vordergrĂŒndige Kinoeffekte inszenierte Nicholas Meyer die schockierende Vision des Ernstfalls: Wo eben noch friedlicher Alltag herrschte, bricht im nĂ€chsten Moment ein Inferno aus. 15 Monate lang musste Meyer gegen den Widerstand des Verteidigungsministeriums und der Filmzensur kĂ€mpfen. Doch seine schonungslose Darstellung brachte dem Regisseur schließlich zwölf Nominierungen fĂŒr den höchsten amerikanischen Fernsehpreis, den "Emmy", ein" (Cinema.de).

Wohl kaum ein anderer Film zeigt schonungsloser, drastischer und schockierender, welches entsetzliche Ausmaß ein nuklear gefĂŒhrter Krieg haben könnte. Nicholas Meyers Film ist ein leidenschaftlicher, flammender Appell gegen jede Form von atomarer KriegsfĂŒhrung, der eindringlicher kaum sein könnte. Bis heute hat "The Day After" nichts von seiner aufrĂŒttelnden und zugleich Angst erzeugenden Wirkung verloren.

Die TV-Erstausstrahlung von "The Day After" am 20.11.1983 sorgte in den USA fĂŒr erheblichen Wirbel und eine auf breiter Ebene leidenschaftlich gefĂŒhrte öffentliche Diskussion; selbst das Außenministerium gab am Tag nach der Ausstrahlung ein Statement zum Film ab. Außerdem schaltete der Sender ABC eigene Telefonhotlines, um aufgebrachte und verĂ€ngstigte BĂŒrger zu beruhigen. Unmittelbar nach Ende des Films kam es im TV zu einer leidenschaftlichen Diskussion zwischen dem Wissenschaftler und erklĂ€rten Atomwaffen-Gegner Dr. Carl Sagan und dem konservativen Autor William F. Buckley Jr., einem Verfechter der Theorie vom "Gleichgewicht des Schreckens". WĂ€hrend der Diskussion prĂ€gte Sagan ein berĂŒhmt gewordenes Bild, indem er das nukleare WettrĂŒsten mit zwei MĂ€nnern verglich, die bis zu den HĂŒften in Benzin stehen und dabei mit drei bzw. fĂŒnf Streichhölzern "bewaffnet" sind. In Deutschland schreckte man zunĂ€chst vor einer TV-Ausstrahlung zurĂŒck, stattdessen kam "The Day After" am 02.12.1983 - mit beachtlichem Erfolg - in die deutschen Kinos.

Als engagierter Arzt agiert der zweifache Oscar-PreistrĂ€ger Jason Robards ("Die Unbestechlichen", "Julia"). Seinen letzten großen Kino-Auftritt hatte die unvergessliche Hollywood-Legende in Paul Thomas Andersons hochgelobtem Drama "Magnolia" als im Sterben liegender Fernsehproduzent Earl Partridge. Robards starb am 26. Dezember 2000 an Lungenkrebs. In weiteren Rollen sind Steve Guttenberg ("Police Academy 1-4", "Cocoon 1 + 2" "Drei MĂ€nner und eine kleine Lady"), John Lithgow ("Nix wie raus aus Orange County", "Zivilprozess", "Hinterm Mond gleich links") und Amy Madigan ("Ein Platz im Herzen", "Das Feld der TrĂ€ume", "Pollock") zu sehen.« http://maqi.de/tv?id=3064 http://maqi.de/tv?id=3064&sparte=sf
Weitere Ausstrahlungen am:
  • Sonntag, 26. Dezember 2004, 2:15 Uhr
  • Samstag, 7. November 2009, 20:15 Uhr
  • Sonntag, 8. November 2009, 5:55 Uhr
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    Redaktion: Achim StĂ¶ĂŸer [as].

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