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Dienstag, 14. Dezember 2004 
SendezeitSenderSparteTitelBeschreibung
2210-010West 3Antispeziesismus Science fiction »Outbreak - Lautlose Killer«
Brisanter Thriller, USA 1995
»Wolfgang Petersens hoch brisanter Thriller "Outbreak - Lautlose Killer", starbesetzt mit Dustin Hoffman, Rene Russo oder Kevin Spacey, setzt sich mit den Mitteln des brillanten Spannungskinos mit einem √ľberaus aktuellen Thema, dem drohenden biologischen GAU einer t√∂dlichen Virusepidemie, auseinander. Im Anschluss folgt Richard Benjamins au√üergew√∂hnliche Version eines Spionagefilms "Little Nikita" - die Geschichte eines Teenagers, dessen Eltern als "Schl√§fer" des KGB in den USA ein idyllisches Familienleben vort√§uschen. In der Hauptrolle der fr√ľh verstorbene River Phoenix.

Ein afrikanisches Virus, das seine Opfer innerhalb weniger Stunden zur Strecke bringt, verseucht die Kleinstadt Cedar Creek und droht, ganz Nordamerika auszurotten. Der Militär-Virologe Daniels versucht verzweifelt, die tödliche Epidemie zu stoppen. Der Kampf gegen die Krankheit wird schier aussichtslos, weil sein Vorgesetzter, General McClintock, ganz andere Ziele verfolgt. Daniels stellt sich gegen alle Institutionen, Zivilcourage gegen die Perfidie der Macht.

Mit "Outbreak - Lautlose Killer" schuf Wolfgang Petersen, in Deutschland geborener Hollywood-Regiestar ("Das Boot", "In the line of fire"), einen perfekt gemachten, beklemmenden Thriller, den die Wirklichkeit rasch einholte. Noch während Petersen mit dem Film gigantische Summen einspielte, brach in Afrika eine schwere Ebola-Epidemie aus, die sich zu einem biologischen GAU zu entwickeln drohte. Im Mai 2004 kam Wolfgang Petersens neuestes Werk - das Antikenepos "Troja" - in die Kinos.

Der Mediziner und Oberst Sam Daniels, der bei der USAMRIID (United States Army Medical Research Institute for Infectious Diseases = Milit√§risches Forschungszentrum f√ľr ansteckende Krankheiten) arbeitet, wird von seinem Vorgesetzten, General Billy Ford, in den afrikanischen Regenwald entsandt, wo angeblich ein neues, absolut t√∂dliches Virus w√ľtet.
Unterdessen versucht ein Schmuggler, einen illegal aus Afrika importierten Affen an eine Zoohandlung zu verkaufen. Durch diesen Affen, der das Virus in sich tr√§gt, breitet sich im Zuge einer Verkettung ungl√ľcklicher Umst√§nde in dem kalifornischen St√§dtchen Cedar Creeks rasend schnell eine Epidemie aus, die t√∂dlicher als die Pest und ansteckender als eine Grippe ist.
Tief im tropischen Dschungel st√∂√üt Sam Daniels tats√§chlich auf ein Dorf, in dem das Virus bereits zugeschlagen hat. Nahezu alle Bewohner sind tot, der Rest liegt im Sterben. Der Mediziner zieht den Schluss, dass das Killervirus sich durchaus auch in den USA ausbreiten k√∂nnte - wenn dies nicht schon geschehen ist - und empfiehlt seinen Vorgesetzten, die amerikanische Nation in Alarmbereitschaft zu versetzen. Gleichzeitig teilt er seine furchtbaren Erkenntnisse auch seiner Ex-Frau, Dr. Roberta "Robby" Keough, mit, die bei den "Centers for Disease Control and Prevention" (C.D.C. = Zentrum f√ľr Krankheitskontrolle und deren Vorbeugung) besch√§ftigt ist.

Pl√∂tzlich wird Sam Daniels von General Ford seines Auftrags enthoben. Gleichzeitig schenken die Vorgesetzen von Roberta Keough deren Warnungen keinen Glauben. Robby und Sam sind auf das Schlimmste gefasst. Doch als die Zeit verstreicht und den beiden keine Meldungen √ľber mysteri√∂se Todesf√§lle zu Ohren kommen, glauben sie, dass die Gefahr gebannt ist.

Da tauchen plötzlich Nachrichten auf, denen zufolge die Bewohner von Cedar Creek, einer kleinen kalifornischen Stadt, an grippeähnlichen Symptomen erkranken und wenige Stunden später qualvoll sterben - ganz so wie die Opfer in Afrika. Das Virus hat sich also einen Weg in die Staaten gebahnt und muss nun gestoppt werden.

Trotz pers√∂nlicher Differenzen beschlie√üen Robby und Sam zusammenzuarbeiten und versuchen - gegen den ausdr√ľcklichen Wunsch ihrer Vorgesetzten -, das Virus zu isolieren, bevor es sich √ľber das ganze Land ausbreiten kann. Ihr Wettlauf mit der Zeit auf der Suche nach einem probaten Anti-Serum wird von einem General namens McClintock zus√§tzlich versch√§rft und erschwert. Dieser hohe Milit√§r hat n√§mlich angeordnet, dass der mysteri√∂se Erreger, dessen Existenz streng geheim gehalten wird, sich nicht √ľber die Stadtgrenzen von Cedar Creek hinaus ausbreiten darf - auf keinen Fall, auch wenn das bedeutet: Alle Bewohner von Cedar Creek m√ľssen sterben.

Grunds√§tzlich gelang Wolfgang Petersen mit "Outbreak" ein perfekt inszenierter Thriller der 90er-Jahre im Zeitalter des AIDS-Virus und anderer heimt√ľckischer Killer. Doch in seiner Dramaturgie zeigen sich feine Spr√ľnge - Folgen der hektischen Entstehungsgeschichte. Als die Dreharbeiten begannen, arbeitete Ridley Scott ("Blade Runner") bereits, ebenfalls mit Starbesetzung (Robert Redford, Jodie Foster) an seiner Version einer solchen Katastrophe. Doch Petersen forcierte das Tempo derart (nachts schrieb er am Drehbuch, tags√ľber setzte er es in Bilder um), dass Scott entnervt das Rennen aufgab. Deshalb macht "Outbreak" in seinem zweiten Teil manchmal einen zu rasanten Eindruck. Der epische Atem ging teilweise verloren, Humor wurde der Action geopfert. Aber die Amerikaner str√∂mten dennoch in die Kinos, vor allem, als in Afrika tats√§chlich eine schwere Ebola-Epidemie ausbrach und Petersens Horrorszenarium t√∂dliche Wirklichkeit zu werden drohte. Mit dem Clint-Eastwood-Hit "In the line of fire - Die zweite Chance" (1993) und "Outbeak - Lautlose Killer" hatte sich Wolfgang Petersen, der nach dem √ľberw√§ltigenden Erfolg mit "Das Boot" (1989) und "Die unendliche Geschichte" (1983/84) durch den relativen Misserfolg mit dem Science-Fiction-Epos "Enemy mine - Geliebter Feind" (1984) in eine Karriereflaute geraten war, endg√ľltig in Hollywood an der Spitze etablieren k√∂nnen. Auch "Air Force One" mit Harrison Ford als Pr√§sident der Vereinigten Staaten wurde zum Triumph, zumindest an den Kinokassen. 2001 wurde Petersen auf dem Kongress der US-Kinobetreiber, "Sho West", zum Regisseur des Jahres gek√ľrt, nachdem sein dramatisches Meeresepos "Der Sturm" mit George Clooney und Mark Wahlberg √ľber 327 Millionen Dollar eingespielt hatte und f√ľr zwei Oscars nominiert wurde. Am 8. Mai feierte sein gigantisches Antikenspektakel "Troja" in Berlin glanzvolle Welt-Premiere, im Mai folgten beinahe 50 L√§ndererstauff√ľhrungen.

Weitere Informationen zu Wolfgang Petersen:
Begonnen hat alles in Hamburg, wo Wolfgang Petersen, 1941 in Emden geboren, schon als Sch√ľler seine ersten 8-mm-Filme dreht. Nach dem Abitur arbeitet er als Regieassistent am Theater und besucht gleichzeitig die Schauspielschule, die er erfolgreich abschlie√üt. Ebenso reibungslos verl√§uft das Studium an der neu gegr√ľndeten "Deutschen Film und Fernsehakademie in Berlin", sein Abschlussfilm (1969) "Ich werde dich t√∂ten, Wolf", von der Kritik als brillant gelobt, wird von der ARD angekauft. Damit begann die erste Karriere des Wolfgang Petersen, seine "Tatorte" gelten als das Beste, was die Reihe in jenen Jahren zu bieten hatte, f√ľr den "Tatort" "Reifezeugnis" entdeckt er 1976 Nastassja Kinski, sein TV-√Ėkothriller "Smog" (1973) und sein TV-Drama "Die Konsequenz" (1977) werden zu Sternstunden und zu Skandalen.

Schon 1973/74 dreht Petersen mit "Einer von uns beiden" nach einem Kriminalroman von "ky" seinen ersten Kinofilm und gewinnt den Deutschen Filmpreis in Gold als bester Newcomer. Hier ist J√ľrgen Prochnow ebenso sein Star wie in "Die Konsequenz" und vor allem in "Das Boot" als der "Alte". Und "Das Boot" bringt den endg√ľltigen Durchbruch zu internationalem Ruhm: Petersen pers√∂nlich erh√§lt zwei Oscar-Nominierungen in den Kategorien Beste Regie und Bestes Drehbuch - und ist damit der erste Regisseur, der f√ľr einen deutschsprachigen Film Oscar-nominiert wird. Insgesamt wird der Film sechs Mal benannt. Die Amerikaner st√ľrmen die Kinos.« http://maqi.de/tv?id=3040 http://maqi.de/tv?id=3040&sparte=sf
Weitere Ausstrahlungen am:
  • Dienstag, 3. August 2004, 21:45 Uhr (Bayern 3)
  • Montag, 14. Mšrz 2005, 23:15 Uhr (S√ľdwest 3)
  • Samstag, 25. Juni 2005, 20:15 Uhr (MDR)
  • Donnerstag, 13. April 2006, 20:15 Uhr (Vox)
  • Sonntag, 15. April 2007, 0:50 Uhr (ORF1)
  • Samstag, 21. April 2007, 20:15 Uhr (Vox)
  • Sonntag, 22. April 2007, 23:55 Uhr (Vox)
  • Samstag, 9. Februar 2008, 20:15 Uhr (Vox)
  • Montag, 11. Februar 2008, 0:05 Uhr (Vox)
  • Freitag, 6. Februar 2009, 20:15 Uhr (Vox)
  • Samstag, 7. Februar 2009, 15:50 Uhr (Vox)
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    Redaktion: Achim Stößer [as].

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