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Montag, 13. Dezember 2004 
SendezeitSenderSparteTitelBeschreibung
2215-030ZDFScience fiction »Strange Days«
Krimi-Thriller, USA 1995
»Mit Kultfilmen des Sciencefiction-Genres wie "Blade Runner" und "Terminator" wurde er verglichen - Kathryn Bigelows dĂŒsterer Zukunftsthriller "Strange Days". Die amerikanische Ausnahmeregisseurin ("GefĂ€hrliche Brandung") schuf hier einen albtraumhaften, visuell beeindruckenden Horrortrip in eine nahe Zukunft, der tricktechnisch und formal neue MaßstĂ€be setzte. Die Story: Ex-Cop Lenny Nero dealt mit verbotenen Sex & Crime-Clips, die dem Kunden grĂ¶ĂŸtmögliche RealitĂ€t vorspiegeln. Eines Tages wird ihm das Video zu einer Mordtat zugespielt. Das Opfer ist eine seiner Kontaktpersonen aus der Prostituiertenszene. Bei seinen Nachforschungen muss der umtriebige Lenny jedoch schon bald entdecken, dass sich hinter der blutigen Tat sehr viel mehr verbirgt, als zunĂ€chst vermutet ...

Los Angeles am 30. Dezember 1999. Kurz vor der Jahrtausendwende befindet sich die kalifornische Metropole im Ausnahmezustand. Rassenunruhen und Gewaltverbrechen sind an der Tagesordnung und erhalten durch den Mord an einem bekannten farbigen Rap-Aktivisten noch neuen Auftrieb. Den Clip-Dealer Lenny Nero (Ralph Fiennes) berĂŒhren diese Dinge allerdings wenig. Er will nur seine tĂ€uschend echten Sex & Crime-Filmchen verticken, von denen er lĂ€ngst selbst abhĂ€ngig geworden ist. Eines Tages gerĂ€t ihm jedoch ein Snuff-Movie in die HĂ€nde, das ihn aus seiner Lethargie reißt. Der Clip zeigt die Vergewaltigung und anschließende Ermordung der Prostituierten Iris (Brigitte Bako), die ihm immer wieder heiße Bilderware besorgt hat. Aufgeschreckt versucht der Ex-Cop Lenny den HintergrĂŒnden der Tat auf die Spur zu kommen. Vermutet er doch nicht nur Gefahr fĂŒr sich selbst, sondern auch fĂŒr seine frĂŒhere Freundin Faith (Juliette Lewis), die er immer noch liebt. Hilfe bei seinen Nachforschungen erhĂ€lt er von der taffen Chauffeuse Mace (Angela Bassett) und dem zynischen Privatdetektiv Max (Tom Sizemore). Doch als Lenny schließlich das wahre Ausmaß des Verbrechens erkennt, ist es fast zu spĂ€t. Der Silvesterabend ist angebrochen, auf den Straßen rumort es krĂ€ftig, und der Mörder wartet bereits vor Lennys TĂŒr ...

Neun Jahre arbeitete Kathryn Bigelow, weltweit die einzige Regisseurin, die in der Liga des Big-Budget-Actionfilms mitspielt, an diesem Film. Mit von der Partie war auch ihr Ex-Ehemann James Cameron ("Titanic"), der gemeinsam mit Jay Cocks das Drehbuch zu "Strange Days" schrieb und zusĂ€tzlich die Produktion ĂŒbernahm. Heraus kam bei diesem ungewöhnlichen Kraftakt ein ebenso faszinierender Bilderrausch wie eine hintersinnige Parabel zum Thema Voyeurismus und Entertainment-Wahn, der die Sucht nach immer extremeren Erfahrungen nĂ€hrt.

Die perfekte Verkörperung des abhĂ€ngigen Junkies Lenny, der mit der gefĂ€hrlichen Bilder-Droge dealt, fand Regisseurin Bigelow in dem britischen Schauspieler Ralph Fiennes. BerĂŒhmt geworden als ungarischer Graf AlmĂĄsy in dem preisgekrönten Melodram "Der englische Patient", bewies der blonde Brite mit den feinen GesichtszĂŒgen in den letzten zehn Jahren eine unglaubliche Bandbreite seiner Schauspielkunst. Als perfider KZ-Aufseher in Steven Spielbergs Holocaust-Drama "Schindlers Liste" ĂŒberzeugte er ebenso wie als Schizophrenie-Kranker in David Cronenbergs "Spider" oder als verbitterter Liebhaber in "Das Ende einer AffĂ€re". Seinem wunderbar teuflischen Auftritt in dem Thriller "Roter Drache" dĂŒrfte er seine neueste Rolle zu verdanken haben. Als abgrundtief böser Lord Voldemort steht er gerade fĂŒr das neueste Harry-Potter-Abenteuer "Harry Potter und der Feuerkelch" vor der Kamera. Ein echtes Familienunternehmen dagegen ist das Drama "Chromophobia", bei dem seine Schwester Martha Fiennes die Regie fĂŒhrt und die BrĂŒder Ralph und Joseph ("Shakespeare in Love") erstmals gemeinsam vor der Kamera stehen.

Als attraktiver Schutzengel Mace beweist Angela Bassett, eine der erfolgreichsten afro-amerikanischen Schauspielerinnen, einmal mehr ihre kraftvolle PrĂ€senz. Viel zu selten werden der begabten Darstellerin gute Hauptrollen im mĂ€nnerdominierten US-Kino angeboten. Die Rolle der jungen Tina Turner in "WhatÂŽs Love Got to Do with It" blieb da leider eine seltene Ausnahme. Doch mit interessanten Nebenrollen in Produktionen wie "Contact", "Malcolm X", oder "Music of the Heart" geriet sie zum GlĂŒck nie ganz in Vergessenheit. DafĂŒr werden auch ihre neuesten Filme sorgen: Abgedreht hat sie Anfang des Jahres das Drama "The Lazarus Child". Vor kurzem stand sie gemeinsam mit Brad Pitt und Angelina Jolie fĂŒr den Action-Thriller "Mr. and Mrs. Smith" vor der Kamera.

Pressestimmen:
"Es ist diese grandios simple Clip-Idee, die "Strange Days" ... zu mehr macht als nur einem weiteren apokalyptisch ambitionierten Zukunftspanorama auf den Spuren des "Blade Runner" oder des "Terminator"." Der Spiegel
Der Entwurf einer gewalttĂ€tigen, morallosen Welt gelingt dabei in einigen Szenen mit solcher IntensitĂ€t, dass dieser Film zum erstenmal seit "Blade Runner" fĂŒr den Sciencefiction-Film neue MaßstĂ€be setzt." film-dienst
"Strange Days", das ist Kino, bei dem einem das Sehen und Hören im wahrsten Sinne des Wortes vergeht." Blickpunkt:Film
"Dem Produzenten von "Terminator 2" oder "True Lies" und der talentierten Regisseurin von "Point Break" ("GefĂ€hrliche Brandung", Anm. d. Red.), "Near Dark" und "Blue Steel" ist ein weiterer Meilenstein in den Annalen der Kultfilme gelungen." Filmecho/Filmwoche« http://maqi.de/tv?id=3037 http://maqi.de/tv?id=3037&sparte=sf
Weitere Ausstrahlungen am:
  • Mittwoch, 15. Dezember 2004, 1:15 Uhr
  • Mittwoch, 13. Dezember 2006, 22:05 Uhr (Kabel 1)
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    Redaktion: Achim StĂ¶ĂŸer [as].

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