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Freitag, 10. Dezember 2004 
SendezeitSenderSparteTitelBeschreibung
1045-1130MDRAntispeziesismus Science fiction »Sch√∂ner neuer Mensch«
Wissenschaftliche Reportage
»Menschen werden krank, altern und sterben. Das ist ihre Natur. "Sch√∂ner neuer Mensch" erz√§hlt die Geschichte von Wissenschaftlern, die sich damit nicht abfinden.

Der Isl√§nder K√°ri Stefansson, der US-Amerikaner French Anderson, der Chinese Yang Huangming z√§hlen zu den hochrangigsten Genforschern der Welt. Sie stammen aus drei Kontinenten und aus drei Kulturkreisen. Ihren unterschiedlichen Visionen von der Zukunft sp√ľrt die Dokumentation nach.

Ebenso extrem wie die Erwartungen sind auch die √Ąngste, die ihre Arbeiten ausl√∂sen. "Sch√∂ner neuer Mensch" zeigt, wie die Forscher mit diesem Druck leben, wie und warum sie zu ihrer Lebensaufgabe gefunden haben. Den distanzierten Blick des traditionellen Wissenschaftlers k√∂nnen sie nicht einnehmen, denn sie selbst und ihre Familien sind unmittelbar von ihren Forschungen betroffen. Die zuk√ľnftige Welt, an der sie bauen, wird die Welt ihrer Kinder und Enkel sein.

K√°ri Stefanssons Firma deCode hat vor wenigen Jahren die Zukunft der Menschheit eingel√§utet, die wie Science-Fiction klingt und ausgerechnet in Island, einem der verlassensten Winkel der Welt, Realit√§t wird. Stefansson hat das exklusive Recht erworben, die Gendaten der isl√§ndischen Bev√∂lkerung f√ľr eine begrenzte Zeitspanne kommerziell zu verwerten. Die der lebenden Isl√§nder - und die der toten. Er hofft auf diese Weise, eine Vielzahl verbreiteter Krankheiten zu besiegen, gegen die es bisher keine Therapie gab. Sein pers√∂nlicher Kampf gilt der Schizophrenie, einer Krankheit, an der sein Bruder leidet und die sich, wie Stefansson f√ľrchtet, in seinen Kindern fortsetzen k√∂nnte. Stefanssons Arbeit greift dabei tief in die mythische Vergangenheit Islands, in die Welt der Helden und Sagas. Ihnen f√ľhlt er sich verbunden.

In USA spielt sich heute die Gegenwart der Genetik ab. Aus allen Erdteilen str√∂men die begabtesten Genetiker der Welt hierher. Nirgendwo sonst gibt es ein solches geistiges Klima und solch immense Forschungskapazit√§ten. Die Barrieren, die in anderen L√§ndern un√ľberwindlich scheinen - hier existieren sie nicht. Die Vormachtstellung der Genetik in den USA verk√∂rpert kaum jemand besser als French Anderson, der Erfinder der Gentherapie. Es ist das derzeit umstrittenste medizinische Verfahren. F√ľr die Gegner der Gentechnologie ist Anderson eine der meistgehassten Personen. Seit Anderson an einer Gentherapie an F√∂ten forscht, haben die Morddrohungen zugenommen. Er wappnet sich dagegen auf ganz unwestliche Weise: Anderson, als Forscher eine lebende Legende, ist mehrfacher Tae Kwon Do-Meister.

Als French Anderson seine revolution√§ren Ideen entwickelte, zog der chinesische Genetiker Yang Huangming w√§hrend der Kulturrevolution noch als Barfu√üarzt durch die √§rmsten Provinzen. Und k√§mpfte gegen das Verhungern. Heute ist die einstige Unperson einer der umworbenen Stars im modernen China. In einer atemberaubenden Kraftanstrengung will sich China aus der dritten direkt in die erste Welt katapultieren. Einer der wichtigsten Motoren soll die Genforschung sein. Doch in China werden Wissenschaftler wie Yang auch mit extremen Erwartungen konfrontiert. Im Land der Ein-Kind-Politik w√ľnschen sich die Eltern das perfekte, das vollkommene Kind, w√§hrend die Genetiker andererseits noch ganz elementar darum k√§mpfen, den Hunger zu besiegen und Seuchen einzud√§mmen.« http://maqi.de/tv?id=2873 http://maqi.de/tv?id=2873&sparte=sf
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Redaktion: Achim Stößer [as].

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