Science fiction TV-Tips


zur WochenŁbersicht

Suchergebnisse

Samstag, 6. November 2004 
SendezeitSenderSparteTitelBeschreibung
1755-1830voxAntispeziesismus Science fiction »Tierzeit«
"Klonprojekt: Beutelwolf"
Tierdokumentation
»Er war halb Wolf, halb Tiger, besa√ü einen Kopf wie ein gro√üer Hund, die Hinterbeine einer Hy√§ne und hatte Tigerstreifen, die sich nur √ľber die hintere H√§lfte des K√∂rpers erstreckten: der Tasmanische Beutelwolf, auch Beutelhund oder "Tasmanischer Tiger" genannt. Auf der Suche nach Beute durchstreifte er Millionen Jahre lang das Dickicht der W√§lder Australiens, Neuguinea und die Insel Tasmanien. Mit einer K√∂rperl√§nge von etwa einem Meter und einer Schulterh√∂he von 60 Zentimetern war er einst das gr√∂√üte Fleisch fressende Beuteltier des roten Kontinents - bis der Beutelwolf auf einen noch gr√∂√üeren J√§ger traf, der ihn verfolgte: den Menschen.

Auf dem Speisenplan des Beutelwolfs standen alle Arten von Tieren, von kleinen Reptilien bis zu gro√üen K√§ngurus, und ab und an erlegte er sogar ein Schaf. Und das war einer der Gr√ľnde f√ľr sein Todesurteil: Die Schafz√ľchter jagten das Raubtier, wo immer sie konnten. Aber auch die Verbreitung der wilden Dingos und die zunehmende Besiedlung seines Lebensraumes brachten ihn an den Rand der Ausrottung. 1936 wurde der Beutelwolf unter Artenschutz gestellt, doch nur zwei Monate sp√§ter, am 7.September 1936, verstarb nach Expertenmeinung das letzte Exemplar im Zoo von Hobart. Damit galt der tasmanische Beutelwolf offiziell als ausgestorben. Doch bis heute gibt es Berichte von Menschen, die glaubten, den nachtaktiven Einzelg√§nger gesehen zu haben. Anfang der 80er Jahre machte sich sogar die tasmanische Nationalverwaltung auf die Suche nach dem gestreiften R√§uber und setzte 100.000 Dollar Belohnung f√ľr den Beweis seiner Existenz aus. Doch bis heute fehlt dieser Nachweis! 1982 erkl√§rte die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) den Thylacinus cynocephalus f√ľr ausgestorben. Die Beuteltierart steht jedoch noch heute im Anhang 1 des Washingtoner Artenschutzabkommens und genie√üt dort als "bedrohte Spezies" theoretisch den h√∂chsten Schutzstatus, den das Abkommen f√ľr eine Tierart vorsieht. Und dieser Schutz k√∂nnte schon bald von N√∂ten sein!

Im Keller des Australischen Museum in Sydney entdeckten Wissenschaftler einen ganz besonderen Schatz: Ein vier Monate altes Beutelwolf-Weibchen, das seit 1866 in Alkohol gelagert ist. Nun wollen die Wissenschaftler den Tasmanischen Beutelwolf zu neuem Leben erwecken! Die kleine W√∂lfin ist zwar seit 140 Jahren tot, doch durch die Alkoholkonservierung sind ihre K√∂rperzellen so gut erhalten, dass die Forscher um den Museumsdirektor Dr. Mike Archer hoffen, sie f√ľr das Klonen benutzen zu k√∂nnen. Das Erbgut des Beutelwolfes soll wie beim Klonschaf Dolly in die Eizelle einer Ersatzmutter eingepflanzt werden, die das Baby austr√§gt. Der n√§chste Verwandte des Beutelwolfes ist der Tasmanische Teufel - ein J√§ger und Aasfresser mit einem kr√§ftigen Gebiss.

Ein umstrittenes Vorhaben, das sehr viel Zeit und Geld kosten wird. Doch wer weiß: Vielleicht streift in einigen Jahren wieder ein Beutelwolf durch die Wälder Tasmaniens, oder auch eine völlig neue Kreatur.

tierzeit hat sich an das andere Ende der Welt begeben und dort die Vergangenheit und m√∂gliche Zukunft des Beutelwolfs genauer unter die Lupe genommen.« http://maqi.de/tv?id=2537 http://maqi.de/tv?id=2537&sparte=sf
Weitere Ausstrahlung am:
  • Sonntag, 7. November 2004, 13:30 Uhr
  • Es wurde eine Sendung, die den Suchkriterien entspricht, gefunden.

    Redaktion: Jonas Fischer [jf].

    TV-Tips
    mit anderem Themenschwerpunkt:
  • Antispeziesismus: http://antispe.de/tv.html auf antiSpe.de
  • Antisexismus: http://antisexismus.de/tv.html auf antisexismus.de
  • Antitheismus: http://antitheismus.de/tv.html auf antitheismus.de